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Zeitungsbericht der Regi Zeitung, 25.05.2021


Eindrückliche Kunstausstellung in der Villa Sutter

Wie die Besucher der Villa Sutter und des Alfred Sutter Parks in Münchwilen am Pfingstsonntag, hätte bestimmt auch die grosszügige Legatsgeberin Annelies Sutter-Stöttner ihre helle Freude an der Eröffnung der künstlerisch hochstehenden Ausstellung gehabt.

MünchwilenAls Annelies Sutter-Stöttner 2012 im Alter von 94 Jahren verstarb, hinterliess sie der Gemeinde Münchwilen nicht nur ein grosszügiges Legat, sondern auch ein bindendes Vermächtnis, dass ihr Erbe mit Kunst und Kultur gefüllt werden muss. Dafür sorgt seit sieben Jahre der Verein Villa Sutter und Alfred Sutter Park. Bester und eindrücklicher Beweis ist die zurzeit laufende Ausstellung «Acryl – Holz & Metall – Stein» des Künstlertrios Esther Wiesli, Wilen, Urs Stöckli, Hosenruck und Daniel Isler, Münchwilen.

Wegen Corona nur 50 Gäste

Am Pfingstsonntag durften an der Vernissage nur gerade 50 Personen teilnehmen, ausgewählt nach Eingang der Anmeldungen. Umso herzlicher begrüsste Bruno Wick, Präsident des Vereins Villas Sutter und Alfred Sutter Park die kleine, aber gutgelaunte Gästeschar. In einer kurzen Ansprache informierte er über die Geschichte des Ortes und die Aktivitäten des Vereins. Dann übergab er das Wort an Laudator Jürg Baumberger, seines Zeichens grosser Kunstliebhaber und ehemaliger Präsident des Vereins Kultur Südthurgau.

Ein neidischer Sirnacher

Bevor Jürg Baumberger in respektvollen Worten die Künstlerin und die beiden Künstler und ihr eindrückliches Schaffen vorstellte und ehrte, liess er es sich nehmen, der Gemeinde Münchwilen, ein nicht alltägliches Kompliment eines Bewohners aus der Nachbargemeinde zu überbringen: «Gestatten Sie mir als Gast aus der Nachbargemeinde eine Vorbemerkung: Als Sirnacher bin ich neidisch auf Münchwilen, denn einen so schönen Ort wie diesen, haben wir bei uns nicht». Gerade rechtzeitig auf Jürg Baumbergers Ausführungen zeigte sich an diesem ansonsten trüben Pfingstsonntag endlich für ein paar Momente die Sonne. Der Laudator bezeichnete die Künstlerin und die Künstler als erfahrende «Ausstellungshasen», was sie auch mit ihren insgesamt 70 Werken in der Villa, im Park und im Jagdhaus eindrücklich unter Beweis stellen würden. In kurzen Worten stellte er die drei Kunstschaffenden vor: Das Schaffen Esther Wieslis umfasst eine Vielfältigkeit an Formen und Farben. Ihre Acrylbilder entstehen im Wechsel von Auftragen und Loslassen. Bildhauer Daniel Isler arbeitet vorwiegend in Naturstein – mit Marmor und schwarzem Granit. In der Natur und im Alltag sammelt er verschiedene Eindrücke, um den Stein zu veredeln. Holzskulpturen und Bronzeplastiken sind die Welt von Urs Stöckli, der auch im Ausland, vorwiegend in Ungarn und Thailand künstlerisch tätig ist.

Noch bis am 25. Juli

Nachdem man die Gläser erhoben und bei einem feinen Apéro der erste Austausch zur eindrücklichen Ausstellung stattgefunden hatte, konnten sich die Besucher bei geführten Rundgängen mit der Künstlerin und den Künstlern ein eigenes Bild über die wunderschönen Werke aus den verschiedensten Materialien machen. Diese Gelegenheit bietet sich nun auch anderen Kunstliebhaberinnen, denn die vielfältige Dreifachausstellung bleibt bis am 25. Juli installiert. «Ein Besuch lohnt sich sowohl künstlerisch, als auch in Bezug auf die qualitativ hervorragende Gastronomie, die wir dank unseren weitherum bekannten Gastgebern Helen und Erich Berger in der Villa Sutter anbieten», verspricht Vereinspräsident Bruno Wick.

Peter Mesmer


Das Künstlertrio Urs Stöckli, Esther Wiesli und Daniel Isler flankiert von Villa Sutter Vereinspräsident Bruno Wick (links) und Laudator Jürg Baumberger (rechts).

Das Künstlertrio Urs Stöckli, Esther Wiesli und Daniel Isler flankiert von Villa Sutter Vereinspräsident Bruno Wick (links) und Laudator Jürg Baumberger (rechts).

Zeitungsbericht der Regi Zeitung, 28.08.2020


Einmal Silber, viermal Bronze

Erstmals nahm Daniel Isler, der auf dem Tüll-Areal in St. Margarethen seit über 25 Jahren ein Bildhaueratelier betreibt, an einem Gestaltungswettbewerb für Grabmalkunst in Deutschland teil. Und das gleich mit einem Riesenerfolg, denn alle seine fünf eingereichten Werke erhielten eine Auszeichnung.

St. Margarethen – «Ich war richtig baff, als ich letzte Woche vom Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerwerk Baden-Württemberg Post erhielt. Viermal Bronze und einmal Silber, lautete die Mitteilung! Alle meine fünf eingereichten Grabmäler haben es in die Kränze geschafft. Was für eine freudige Überraschung». Voller Stolz präsentierte vergangene Woche Daniel Isler zusammen mit seiner Lernenden Sarah Schäfer die fünf Urkunden, welche er beim renommiertesten Grabmalwettbewerb unseres Nachbarlandes eingeheimst hat.

Sorgen wegen Covid-19

An Grabmalwettbewerben in der Schweiz habe er schon mehrmals mit Erfolg teilgenommen, erzählt Daniel Isler. Erstmals habe er nun auch einen Versuch «ennet der Landesgrenze» gewagt. Den Entschluss am Wettbewerb in Heilbronn teilzunehmen, fällte er nicht zuletzt auch wegen Corona verursachter Sorgen. Die schlechte Auftragslage im Frühjahr zwang ihn zum Nachdenken über seine Branche. Stillsitzen und Däumchen drehen kann’s sicher nicht sein, sagte sich Daniel Isler und machte sich an die Arbeit. Dass es jetzt aber gleich allen seinen fünf eingereichten Wettbewerbsarbeiten zu einer Medaille gereichte, hätte er nicht einmal im Traum gedacht. «Das ist für mich eine riesige Genugtuung und zeigt mir, dass ich mit meinen Grabmälern auch heute noch den Zeitgeist treffe», sagt Daniel Isler, dessen Auftragsbücher inzwischen wieder sehr gut gefüllt sind. Die ersten Wochen nach Verordnung des Lockdowns sei das noch ganz anders gewesen: «Es sind kaum mehr Aufträge eingegangen. Geändert hat sich das dann aber glücklicherweise sofort nach den ersten Lockerungen. Momentan sind wir sehr gut ausgelastet und ich hoffe natürlich, dass das noch lange so bleibt.

Gegengewicht zu Massenware

Trotz momentan guter Auslastung will Daniel Isler die Augen vor der Problematik, welche der Steinbildhauerbranche immer mehr zu schaffen macht, nicht verschliessen. Viele von Schweizer Steinmetzen geschaffenen Grabmäler geniessen zwar wegen ihrer hohen Qualität traditionell einen hervorragenden Ruf. Sie stehen aber länger je mehr in Konkurrenz mit anonymen Bestattungen, Gemeinschaftsgräbern (mit abnehmendem Trend), Baum- und Wiesengräbern sowie Massenware aus industrieller Fertigung, hauptsächlich aus Asien. Daniel Isler, der in seiner langen Berufslaufbahn bereits über 1500 individuelle Grabmäler gefertigt hat und einen hervorragenden Ruf geniesst, versucht unter anderem mit regelmässigen Teilnahmen an Wettbewerben Zeichen zu setzen und ein Gegengewicht zu schaffen: «Ich versuche damit die Öffentlichkeit auf die hohe Qualität und Individualität kunsthandwerklich hochwertig und mit Leidenschaft gefertigter Grabmäler zu sensibilisieren.»

Peter Mesmer


Daniel Isler und Sarah Schäfer, Auszubildende im 3. Lehrjahr, freuen sich über dievom Steinmetz- und Bildhauerhandwerksverband Baden-Württemberg verliehenenAuszeichnungen.Bild: Peter Mesmer

Daniel Isler und Sarah Schäfer, Auszubildende im 3. Lehrjahr, freuen sich über die vom Steinmetz- und Bildhauerhandwerksverband Baden-Württemberg verliehenen Auszeichnungen.

Bild: Peter Mesmer

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